Stahl schreibt Geschichte

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Stahl schreibt Geschichte

125 Jahre Wirtschaftsvereinigung Stahl

Von Helmut Uebbing

 

Im Oktober 1974 war die Weltstahlindustrie in Deutschland zu Gast.

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl richtete zum ersten Mal, und zwar in München, die Jahresversammlung des Internationalen Stahlinstituts aus.

Über eine " Luftbrücke" folgten uns viele unserer internationalen Gäste dann nach Düsseldorf, wo alles zur 100-Jahrfeier des Stahlverbandes gerüstet war.

Eine silberne Stempelglanz-Medaille, vom Bayrischen Hauptmünzamt in München geprägt, gaben wir jedem als Erinnerung auf den Heimweg.

Dazu auch etwas an Literatur.

Sie wies einigen wichtigen Ereignissen seit unserer Gründung 1874 und Persönlichkeiten, die der Verbandsarbeit Richtung gegeben hatten, den ihnen gebührenden Platz zu.

Eine Geschichte der Wirtschaftsvereinigung, die chronologisch den Werdegang des Verbandes und damit auch der Stahlindustrie festhält, konnten wir damals nicht vorlegen.

Seit 1974, als die damalige Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie Teilaspekte ihrer Vergangenheit ins Licht gerückt hat, ist ein Vierteljahrhundert vergangen.

Es war eine turbulente Zeit. Sie hat die Stahl-Landschaft von Grund auf verändert.

In der Stahlkrise, soeben wurde es angedeutet, kam es zur Konkurrenz der Staatskassen.

Starke politische Kräfte in vielen Ländern der EG versuchten, mit Hilfe von Subventionen ihre Anpassungsprobleme den Nachbarn zuzuschieben.

Regierungen übernahmen fast überall in Europa die Stahlindustrie in Staatseigentum.

Zeitweise glichen die privaten deutschen Stahlunternehmen nur noch Inseln in eimem Meer von Verstaatlichung.

Dirigismus aus Brüssel trat an die Stelle unternehmerischer Entscheidungen. Am Ende brach das System in sich zusammen.

Das alles hatte auch Wirkungen auf die Verbandsarbeit. Die Budgets und die Zahl der Mitarbeiter wurden deutlich kleiner.

Gleichzeitig wuchs die Notwendigkeit, interdisziplinär zu arbeiten.

Ihren sichtbaren Ausdruck fand sie in der Zusammenführung des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute ( VDEh) und der Wirtschaftsvereinigung Stahl ( WV Stahl).

Damit einher ging die Erkenntnis, dass wirtschaftliche und technische Aspekte gleichberechtigt nebeneinander stehen, also nicht mehr getrennt voneinander zu behandeln sind, sondern gemeinsam Bewertung bedürfen.

In der Konsequenz hieß dies, dass beide Organisationen mit einem gemeinsamen Dach arbeiten müssen.

Die Vorstände entschieden sich für das "Stahl-Zentrum" in der Sohnstrasse.

Der Auszug der WV Stahl aus dem " Stahlhochhaus" in der Breiten Strasse, einem denkmalgeschützten Bau von Paul Bonatz, war schmerzlich.

Vielen kaum bewußt, gab die Stahlindustrie zugleich damit ein Stück ihrer geschichlichen Identität preis.

2000.

16,5 x 24 cm

XVI / 515 Seiten mit vielen Bildern

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